Archimedisches Auftriebsprinzip

In einer Flüssigkeit entsteht ein Druck durch das Eigengewicht der Flüssigkeit und das Gewicht der darüber befindlichen Atmosphäre. Der Druck steigt mit der Eintauchtiefe, ist aber an jeder Stelle in alle Richtungen gleich gross (andernfalls würden sich die Flüssigkeitsteilchen in eine Richtung bewegen). Durch die Höhe eines eingetauchten Körpers ergibt sich ein Druckanstieg von der Oberkante des Körpers bis zu seiner Unterkante. Verantwortlich dafür ist allein das Eigengewicht der Flüssigkeit, da der Atmosphärendruck überall gleich wirkt. Die Druckdifferenz am Körper ist die Ursache für die Auftriebskraft.

 

FAuftrieb = (Druckunten-Druckoben) * Fläche

Druckunten = Mediumdichte * g * Tiefeunten

Druckoben = Mediumdichte * g * (Tiefeunten-Höhe)

FAuftrieb = Mediumdichte * g * Fläche * Höhe

FAuftrieb = Mediumdichte * g * Volumen

Bei konstanter Dichte und konstanter Erdbeschleunigung g entspricht die Auftriebskraft also der Erdanziehungskraft der vom Körper verdrängten Flüssigkeit. Ein Körper schwimmt, wenn seine Auftriebskraft grösser ist als seine Anziehungskraft, er schwebt bei ausgeglichener Kraft und sinkt, wenn die Auftriebskraft kleiner ist als die Erdanziehungskraft. Auch wenn ein Körper sinkt, ist seine Anziehungskraft doch um die Auftriebskraft vermindert.

Die Erdanziehungskraft ist nicht gleich dem Gewicht, da bei Gewichtsmessungen in normaler Umgebung bereits der Auftrieb durch die Luft wirksam ist.

Erdanziehungskraft = Masse * g

GewichtLuft = Erdanziehungskraft - AuftriebskraftLuft

 
Das Auftriebsgesetz gilt auch in Gasen. Helium oder erhitzte Luft haben eine so geringe Dichte, dass Ballone bei entsprechendem Volumen fliegen. In grossen Höhen werden aber Dichte und Erdbeschleunigung - und damit der Auftrieb - immer geringer, so dass Ballone nur relativ geringe Höhen erreichen können.